|
20 Jahre Hessischer Landesverband Motorbootsport
Am 12. März konnte der Präsident des Hessischen Landesverbandes Motorbootsport, Michael Wagner, zahlreiche Teilnehmer aus den Mitgliedsvereinen und Ehrengäste, darunter den Stadtverordnetenvorsteher der Landeshauptstadt Wiesbaden, Wolfgang Nickel, den Stadtrat Manfred Laubmeyer und den Vorsitzenden des Sportausschusses, Michael David, begrüßen.
Von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd-West in Mainz hatten der Präsident Heinz-Josef Joeris, der Leiter des Dezernats Schifffahrt, Michael Putzschke und der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg, Stephan Momper, den Weg nach Wiesbaden gefunden. Anwesend waren auch der Leiter der Wasserschutzpolizei Hessen, Polizeidirektor Werner Velten und Polizeihauptkommissar Norbert Hübscher von der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim.
Für den sportlichen Teil konnte Michael Wagner den Präsidenten des Deutschen Motoryachtverbandes, Winfried Röcker mit Gattin, vom Landessportbund Hessen den Abteilungsleiter Sportinfrastruktur, Horst Delp, begleitet von Frank Grübl, den Vizepräsidenten des Hessischen Seglerverbandes, Dr. Lutz-Bodo Veil und den Vizepräsidenten des Landesverbandes Motorbootsport Rheinland-Pfalz, Rainer Blumberg, sehr herzlich begrüßen. Auch die Presse war durch den Herausgeber der Zeitschrift „Yachtclub-Infos“, Heinz Squarra mit Gattin, vertreten.
Last, but not least begrüßte Michael
Wagner frühere Mitstreiter für und im HELM, Stadtrat a.D. Erhard
Niedenthal, den früheren Vorsitzenden Ottokar Frey und den Chefredakteur
der Zeitschrift „Skipper“, Klaus Schneiders.
Die Veranstaltung fand in den Räumen des Schwimmclubs Wiesbaden 1911, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern wird, statt. Als Hausherr begrüßte der Leiter der Yachtabteilung, Stefan Gilles, die anwesenden Gäste und hieß sie herzlich willkommen.
In seiner Ansprache hielt Michael Wagner einen Rückblick über die 20 Jahre Hessischer Landesverband Motorbootsport. Er verglich die 20 Jahre HELM mit den Entwicklungsphasen beim Menschen, vom Kind über den Jugendlichen zum Erwachsenen. Die „kindliche Phase“, die er als Geschäftsführer des HELM acht Jahre begleitete, war davon geprägt, Vereine zu überzeugen, dass es Sinn macht, nicht nur dem Verband beizutreten, sondern auch die Vorraussetzungen dafür zu erfüllen, Gemeinnützigkeit und Mitgliedschaft im Landessportbund.
Nach dieser Phase folgte die Zeit als „Jugendlicher Verband“. Hauptaufgabe dieser Zeit war, sich bekannt zu machen und sich als anerkannter Partner zu etablieren. Ein gutes Beispiel dafür war die Deutsche Meisterschaft im Schlauchbootslalom 2003 im Schiersteiner Hafen. Diese Veranstaltung hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt, in dieser Qualität war sie einmalig. Auf diese Phase folgte nun die Zeit des „Erwachsenseins“. Dies bedeutet für einen Sportverband, neben der Organisation des Sports, auch ein gehöriges Maß an Lobbyarbeit. Als kleiner Verband hofft man auf das Verständnis von Behörden. Man braucht auch die Unterstützung der Politik, nicht nur bei der Berücksichtigung der Interessen des Verbandes bei Gesetzen und Erlassen, sondern auch bei der Sicherstellung der finanziellen Basis, die nach der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zum Wettgeschäft deutlich ins Wanken geraten ist. Der Hessische Landesverband Motorbootsport versucht dafür, quasi als Gegenleistung, durch frühzeitige Stellungnahmen den Partnern zu helfen, „bürgernahe“ Entscheidungen zu fällen.
Nach einer kurzen Pause begann die Mitgliederversammlung. Auf die offizielle Eröffnung folgten auf der Tagesordnung die Ehrungen. Mit der Verdienstmedaille des Deutschen Motoryachtverbandes in Bronze wurden, auf Initiative des HELM-Vorstandes, Frau Waltraud Knopp, stellvertretende Vorsitzende des Yachtclub Darmstadt in Erfelden und Herr Oskar Scherf, Motorbootleiter bei der Sportgemeinschaft Wiking Offenbach, ausgezeichnet.
Michael Wagner überreichte dem Geschäftsführer des Hessischen Landesverbandes, Karl Heinz Menges, die HELM-Nadel in Silber.
Die erfolgreichsten anwesenden Kinder und Jugendlichen der Hessischen Wettkampfmannschaft bei den Deutschen Jugendmeisterschaften wurden mit einem Präsent bedacht.
Der Hessische Landesverband Motorbootsport lobt schon seit vielen Jahren einen Umwelt- und einen Jugendpreis für besondere Leistungen der Vereine aus. Um den HELM-Umweltpreis 2010 hatte sich der Hanauer Boots-Club beworben. Der Umweltbeauftragte, Dr. Arno Grau, hatte die Bewerbung nach einem festgelegten Punkteschema bewertet. Der HELM-Umweltpreis 2010, dotiert mit 500 Euro, wurde dem Vorsitzenden des HBC, Edgar Rinke, überreicht.
Um den HELM-Jugendpreis hatten sich fünf Vereine beworben, der Yachtclub Darmstadt in Erfelden, die Wassersport AG der Georg-Büchner-Schule Erlensee, der Motor Yacht Club Kassel, der Wiesbadener Yacht-Club und der Hanauer Boots-Club. Der erste Preis, auch mit 500 Euro dotiert, ging an den Hanauer Boots-Club, den zweiten Preis erhielt der Wiesbadener Yacht-Club und den dritten Preis der Motor Yacht Club Kassel.
Sportlicher Schwerpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr war das erfolgreiche Abschneiden der Hessenjugend bei der Deutschen Meisterschaft in Duisburg. Die Jugend zeigte sich nur sportlich sondern auch von ihrem Verhalten her von ihrer besten Seite. Ein Saisonhöhepunkt war die geführte Weserfahrt mit Ziel Kassel. Ein besonderer Dank galt allen Beteiligten aus Niedersachsen und Hessen. Auch in diesem Jahr wird es wieder eine solche Fahrt geben. Ebenso lobte Michael Wagner die gute Zusammenarbeit mit dem lsb h und den anderen Wassersportverbänden. Er ging auf die Themen Gewässerklassifizierung, Konzept für den Main-Tourismus, Blaue Flagge sowie auf das sensible Thema „Sexuelle Gewalt im Verein“ ein. Sowohl das Umweltseminar als auch das Vereinsrechtseminar wurden von den Mitgliedern gut besucht und inhaltlich gelobt. Mit einem Hinweis auf den Verbandstag des Deutschen Motoryachtverbandes im Mai in Dresden beendete er seinen Geschäftsbericht.
In Vertretung der Schatzmeisterin
stellte Michael Wagner den Delegierten mit einer Präsentation die
aktuellen Schwerpunkte der Verbandsarbeit vor. Die Kasse des HELM wurde
durch die Vertreter des Bootsclub Maaraue e.V. in Mainz-Kostheim, Herrn
Uwe Linder und Herrn Günter Pospisil, geprüft. Herr Linder trug der
Versammlung das Ergebnis vor und bescheinigte der Schatzmeisterin eine
korrekte, klare und übersichtliche Kassenführung. Der Kassenprüfer
empfahl der Versammlung eine Entlastung der Schatzmeisterin und des
gesamten HELM-Vorstands.
|