Deutsche Jugendmeisterschaften im Schlauchbootslalom 2011
„Erbarmen - zu spät - die Hessen kommen“
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Die Mannschaft des Hessischen Landesverbandes Motorbootsport e.V. (HELM) setzte sich zusammen aus Fahrerinnen und Fahrern der Clubs aus Wiesbaden, Kassel, Raunheim, Hanau, Klein-Auheim und Niestetal. Sie glänzten durch fahrerisches Können, sportliche Fairness und viel Spaß und Freude an ihrem Sport. Auf dem Wasser wurde verbissen aber auch sehr fair um jede hundertstel Sekunde gekämpft. Die Arbeit der Trainer vom Rhein, Main und der Fulda über viele Monate der Saison hatte sich gelohnt.
Die Fahrten der einzelnen Piloten auf dem Bojenparcours wurden von den Schlachtenbummlern mit allen zur Verfügung stehenden Lärmmitteln untermalt. Auch in diesem Jahr war zum wiederholten Male zu beobachten, dass der Jugend im motorisierten Wassersport der Wettkampf zwar wichtig ist, doch Fairness, Kameradschaft und dem gemeinsamen Miteinander zumindest ein ebenso hoher Stellenwert eingeräumt wird.
Edgar Rinke, der Landesjugendleiter, hatte seine 18 Schützlinge entsprechend seiner Zielsetzung gut auf die Meisterschaft eingestellt und die Losung herausgegeben: „Der Mannschaftspokal muss wieder nach Hessen.“ Am Samstag wurden in allen sechs Klassen zwei Wertungsläufen gefahren, bei denen der ein oder andere Patzer noch vorkam und sofort durch den Landesjugendleiter Rinke analysiert und mit den Piloten besprochen wurde. Am Sonntagvormittag musste dann der entscheidende dritte Lauf absolviert werden. Gewertet werden bei den Wettbewerben auf Club-, Landes- und Bundesebene nur die beiden besten Durchgänge.
Hierbei kommt es nicht nur auf die gefahrene Zeit an, sondern auch auf das Handling des Bootes beim An- und Ablegen, die fehlerfreie Fahrt durch den Bojenparcours sowie das Fertigen seemännischer Knoten. Das Ganze wird durch ausgebildete und geschulte Wettkampfrichter auf den verschiedensten Positionen beobachtet und bewertet.
Bei der Siegerehrung bekam jeder einzelne Applaus, auch wenn gelegentlich mal die eine oder andere Träne floss. Am Sonntagnachmittag um 14.00 Uhr hatte das Warten, Rechnen und Zittern ein Ende. Die Jugend des Hessischen Landesverbandes Motorbootsport hatte sich mit zwei Deutschen Meistern, einem Vizemeister und vielen guten Platzierungen sehr achtbar geschlagen. Für jeden Meister der Klassen 1 bis 6 erklang bei der Pokalüberreichung der Song „We are the Champions“. Darüber hinaus wurde die Mannschaft des HELM nur äußerst knapp, mit nur einem Punkt Unterschied, Deutscher Vizemannschaftsmeister. Der große „Topf“ ging somit erstmals wieder nach vier Jahren nicht nach Hessen. Der Erfolg zeigt auch neben dem rein sportlichen Aspekt, dass die Jugendarbeit bei den Vereinen in Hessen und beim Verband, vertreten durch Edgar Rinke, sich auf dem richtigen Weg befindet und kontinuierlich fortgesetzt werden muss.
Platzierungen der hessischen Teilnehmer: Klasse 1: 14. Tabea Rohrbach HBC Hanau 16. Lukas Günther WYC Wiesbaden Klasse 2: 5. Nick Hunold HBC Hanau 17. Kim Volke GBS Erlensee 20. Phillip Schüler YCU Raunheim
Klasse 3. 1. Matthias Breden MYC Kassel 12. Julia Rümenapp MYC Kassel 19. Tamara Meil WAK Niestetal Klasse 4: 1. Stella Rippich HBC Hanau 6. Steven Reh HBC Hanau 19. Dominik Königsbüscher HBC Hanau
Klasse 5: 5. Oliver Rümenapp MYC Kassel 8. René Schmoll MYC Kassel 10. Marcel Rippich HBC Hanau
Klasse 6: 2. Christoph Gschrey MBC Delphin 4. Andreas Kummer WYC Wiesbaden 5. Florian Brügel WYC Wiesbaden
Mit nur einem Punkt Unterschied wurde die Mannschaft des Hessischen Landesverband Motorbootsport hinter der Brandenburger Mannschaft Vizemeister im Schlauchbootfahren 2011.
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